Inspirierende Ideen und tolle Erfolge für Tiere

Es gibt sehr viele Menschen, die mit kleinen Sachen anfingen und sich daraus dann etwas ungeahnt Größeres entwickelte. Hier die guten Taten von einigen von Hunderttausenden Menschen:

 

- Die elfjährige Olivia Bouler wollte Vögeln helfen. Was sie richtig gut konnte, war malen. Sie schlug deshalb einem Naturschutzverein vor, dass er ihre gemalten Vogelbilder gegen eine Spende verkaufen könne. Sie rechnete mit 500 Dollar, aber am Ende kamen 200.000 Dollar zusammen!

In dem Buch „Wie Kinder die Welt verändern“ von Anne Jankeliowitsch erzählt sie als eine von 45 Mädchen und Jungs von ihrer Idee, die sie, genau wie die anderen Kinder, mit Einfallsreichtum, Hartnäckigkeit und Unterstützung umsetzte. Olivias Fazit: „Jeder kann etwas verändern. Auch Kinder. Wenn mir das gelungen ist, dann kann das auch jeder andere schaffen.“

 

- Felix Finkbeiner aus Bayern war neun Jahre alt, als er sich entschloss, Bäume zu pflanzen. Schon drei Jahre später, 2010, konnte seine Initiative „Plant for the Planet“ ihren millionsten Baum pflanzen, weil er viele Klassen aus anderen Schulen um Mithilfe gebeten hatte. 2018 nahmen sich über 100.000 Schulkinder weltweit zusammen mit seiner und anderen Initiativen vor, zu den rund 3.000 Milliarden vorhandenen Bäumen auf der Erde weitere 1.000 Milliarden zu pflanzen.

 

- Mahi Klosterhalfen, ein BWL-Student, kam als Ehrenamtler zu der Ein-Mann-„Albert-Schweitzer-Stiftung“ vom Stifter und Tierschutzrechtsanwalt Wolfgang Schindler (1945-2013), der bereits im Jahr 1999 das Bundesverfassungsgericht juristisch davon überzeugte, dass Legehühnerbatterien verfassungswidrig sind. Mahi baute die Stiftung engagiert von ihrem Zwei-Mann-Team zu einer starken Organisation mit 30 Festangestellten aus, die sich, nach vielen kleinen Aktionen, eines Tages das Ziel stellte, einer Million Tieren zu helfen.

Dieses Vorhaben gelang ihnen um ein Vielfaches. Wie sie das schafften? Indem sie, im Zusammenschluss mit anderen Organisationen, durch direkte Gespräche mit den Verantwortlichen der bekannten deutschen Supermarktketten und einiger Großbäckereien erreichten, dass diese den Marktanteil der Eier von den rund 50 Millionen Legehennen aus Legebatterien zurückschraubten. Im Jahr 2000, vor dem Beginn der 2003 gestarteten Kampagne, wurden 87 % aller Hennen in viel zu engen Massenkäfigen gehalten, 2018 lag er bei 9 %. Der Anteil der Eier von Hennen in Boden- und Freilandhaltung stieg über diese Jahre entsprechend proportional an.

Wie sie diese und andere Veränderungen genau erreicht haben, ist bei Youtube im interessanten Video von Mahi Klosterhalfen „Die besten und die schlechtesten Kampagnen“ vom 6.2.2014 zu sehen.

Mahis neue Vision ist: „Ich möchte das Ende der Massentierhaltung erleben.“

 

- Clara Vahrenholz beschloss 1948 in Düsseldorf und Annelise Zahn 1954 in Bad Oldesloe, ein Tierheim zu gründen, genauso wie 1986 das Ehepaar Christine und Werner Soellner im ostdeutschen Plauen im Vogtland - diese Tierheime gibt es immer noch und sie konnten damit Zehntausenden Tieren helfen.

 

- Die Opernsängerin Erna Graff (1906-1988) sammelte mithilfe ihrer vielen Kontakte und ihrer sympathischen Art mehrere Millionen Mark, die für den Neuaufbau des seit dem Krieg in Trümmern liegenden Tierheims in Westberlin verwendet wurden. Sie wurde die Präsidentin des Tierschutzvereins Berlins.

Sie finanzierte zudem noch ein „Labor zur Entwicklung von alternativen Methoden zu Tierversuchen“ bei München und sie gründete ein „Institut für die schonende Behandlung von Nutztieren“ bei Hamburg, durch dessen Arbeit die Bedingungen bei Tiertransporten wesentlich verbessert wurden.

Ihre 1983 gegründete Stiftung macht bis heute aktiven Tierschutz auf der rechtlichen Ebene.

 

- Andere backen zuhause gesunde Hunde- und Katzen-Leckerlis für Langzeitinsassen im Tierheim.

 

- Eine Bekannte, deren alten Hund ich ab und an sittete, begann abends auf der Couch Tierfiguren zu häkeln, deren Verkaufserlöse sie ans Tierheim einer Kleinstadt spendete. Mittlerweile kommt sie mit den Gestellungen kaum noch hinterher. Auf diese Weise kam schon eine Menge Geld zusammen.

 

- Man war nie allein, und man ist nie allein mit seinen Überzeugungen.

Es gab und gibt immer andere, die die gleichen Werte haben.

Ein Beispiel dafür sind die „Stinknormalen Superhelden“ aus der Kleinstadt Rathenow in ihren verrückten Superheldenkostümen, die witzige Videos von ihren tollen Aktionen auf ihrer Facebooksseite posten. Die drei Familien mit Kindern fingen vor Jahren ganz klein mit Müllaufsammeln in ihrem Umfeld an. Mittlerweile machen viele mit, sie eröffneten mit der Unterstützung der Stadt einen „Bürgergarten für alle“, führen mit Schulklassen Umweltaktionen durch, machen auch Aktionen für das Tierheim und erhalten für ihr Engagement nun sogar schon Preise.

 

 

Vieles, was man sich allein nicht zutraut oder wovon man überfordert ist, schafft man gemeinsam mit anderen. Sowohl das Praktische als auch das Emotionale. Eine Freundin kann dafür schon ausreichen, mit der man über alles am Telefon sprechen kann, mit der man sich trifft, zusammen die Aktionen macht, gemeinsam weint und feiert.

Ein afrikanisches Sprichwort sagt: „Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern.“

Das stimmt. Ich denke, wir selber sind diejenigen, auf die wir hoffen.


Text von Iljana Planke - www.mit-Tieren-kommunizieren.com