Bei welchen Krankheitsfällen ist die Tierkommunikation einsetzbar?

Die Tierkommunikation ist von Nutzen, wenn man

 

a) ein Tier auf die Fahrt zum Tierarzt vorbereiten und die Prozedur vor Ort erklären möchte. Dadurch kann es sich darauf einstellen und wird entspannter sein.

Einem Meerschweinchen, dem eine Behandlung bei der Tierärztin bevorstand, übermittelten wir vorher im Seminar den gesamten Ablauf. Also von dem Augenblick an, wo es Zuhause in die ausgepolsterte Transportkiste gehoben werden würde, dann die Fahrt in der Box im lauten Auto, das Warten in der Praxis mit den anderen Tieren und den unbekannten Geräuschen und Gerüchen, die Untersuchung und die Behandlung, die Rückfahrt in der Box, dass es in die Wohnung getragen wird, das Herausheben und dann das Bekommen allerfeinster Leckerlis.

Wir befragten es nach seinen Befürchtungen und Wünschen. Dadurch wusste die Halterin, auf was sie achten konnte. Am Ende des Gespräches meinte es, dass ihm das Angehörtwerden gut getan hätte. Dadurch fühlte er sich ernstgenommen und würde besser durchhalten können.

 

b) Eine häufige Frage bei einer Tierkommunikation ist, ob das Tier Schmerzen hat?

Entweder weil es älter geworden ist und nun vielleicht schon ab und an Probleme beim Bewegen haben könnte. Wenn es die hat, dann hilft, wie ich schon oft hörte, eine Physiotherapie aller vierzehn Tage, die immer wieder die Muskeln, die Fazien, die Gelenke und das Gewebe lockert. Es werden auch gute Erfahrungen gemacht mit der Ostheopathie, der Craniosacralbehandlung sowie der Akupunktur, im späteren Stadium auch mit einer Dauerakupunktur, die in Tierarztpraxen und von Tierheilpraktikern angeboten werden. (Siehe z. Bsp. bei www.AkupunkturTierarzt.de oder bei www.Tiere-im-Einklang.de dort unter "Tierheilpraxis" bei "Cranio-Sacral-Therapie")

Erhält ein Tier schon Schmerzmittel, wird fast immer gefragt, „ob es rund um die Uhr schmerzfrei ist?“ Die Antwort kann einen Hinweis geben, ob man bei der Dosierung nachjustieren müsste.

Bitte grundsätzlich beachten: Eine Tierkommunikation ersetzt nicht die tierärztliche Diagnostik und Behandlung.

Ist es schon ersichtlich, dass ein Tier Schmerzen hat, aber es unklar ist, woran das liegen könnte, dann hilft die Tierkommunikation, weil man die Frage, "Was ist die Ursache dafür?" stellen kann. Das kann beispielsweise an dem Sattel oder dem Reitstil liegen, vielleicht ist es nur ein Verdauungsproblem bei einem speziellen Futter, eine beginnende Erkrankung oder eine Muskelverspannungen, dass sich das Tier zu alt für manche Sachen fühlt oder anderes...

 

c) Insbesondere bei rangniedrigen Tieren sollte man immer wieder mal die Frage nach Schmerzen oder Problemen stellen, denn gerade diese versuchen mitunter, körperliche Probleme und Schmerzen nach außen hin zu verbergen. Das betrifft oft Pferde in einer größeren Herde.

 

d) Auch in der Pflege kann eine Kommunikation sehr helfen.

Erstens, um dem Tier den neusten Stand mitzuteilen und zu trösten.

Zweitens, um ihm bei Langwierigem über den Genesungsablauf zu informieren und ihm damit Hoffnung und Kraft zum Durchhalten zu geben.

Drittens, um wichtige Pflegedetails miteinander abzusprechen.

Liebe Iljana, ich habe ein Problem mit Suki, meinem anderthalbjähriges Meerschweinchen-Mädchen. Vor zehn Wochen mussten ihr die beiden unteren Backenzähne entfernt werden. Sie muss nun lernen, ohne diese beiden Zähne zurechtzukommen. Die OP war schwierig, die Wunde ist verheilt, aber es ist keine Besserung erkennbar, eher das Gegenteil. Sie tut sich mit dem Fressen sehr schwer, so dass ich sie dreimal täglich mit Brei füttern muss. Sie nimmt immer mehr ab, wiegt jetzt nur noch 640 Gramm. Kannst Du bitte eine TK machen? Ich möchte wissen, was ich für sie tun kann, was sie braucht, was sie fressen möchte und ob das Schmerzmittel ausreicht und ob das nur an den Zähnen liegt?

Nach der TK kam die Mail: „Das Gespräch hat Suki und mir viel gebracht. Suki hat, wie im Gespräch gewünscht nun ein größeres Nachtquartier bekommen. Sie hat nun auch die Möglichkeit, nachts Päppelbrei aus dem extra hingestellten, extra ganz niedrigen Schälchen zu essen. Das hat sie daraufhin gemacht! Das ist ein großer Fortschritt, denn sonst hatte sie ja die ganze Nacht nichts gefressen. Sie ist nun auch viel munterer, ich glaube, sie hat neuen Mut gefasst."

 

 

 

 

 

(Dieser Text ist ein Auszug aus meinem Buch "Tierkommunikation".

Das Buch erscheint im Januar 2021.)